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GAUSS AND HIS AMERICAN DESCENDANTS

year of his death, in 1879. He was recognized as one of the representative business men of St. Louis. He was a man of great warmth of heart and of fine intellectual gifts. It may be mentioned that, when he went to St. Louis to live, he brought home with him a family of his slaves, as house servants. Before the civil war he freed all of them, starting the father as a hack-driver on his own account, by giving him a pair of horses and a carriage. To be an independent hack-driver was the ambition of many a southern negro of that time.

At the present time there are three grandsons of Carl Friedrich Gauss living in Colorado, four living in Missouri, and one in California.

The following letter (hitherto unpublished and now in the possession of Mr. William T. Gauss, of Colorado Springs, Colo.), penned by the mathematician Gauss only three years before his death, is of interest, not only because of what he says of himself, but also because of the references to social conditions and to some of his scientific friends. It is dated August 7, 1852, and is written to his son Wilhelm.

Lieber Wilhelm.

Ich kann nicht unterlassen, Theresens Briefe auch einige Zeilen von mir beizufügen.

Dein Schreiben vom 16 Januar (empfangen 26 Februar) hat mir mehrern Beziehungen viele Freude gemaeht, ganz vorzüglich aber deswegen, weil daraus hervorgeht, dass Du in alien Deinen Verhältnissen mit Deiner Lage zufrieden bist. Wie wenige Menschen in Deutschland—oder soil ich sagen in Europa—können von sich dasselbe sagen! Inzwischen kann ieh nicht läugnen, dass ich mir doch von Eurer Lebensweise kein recht (be)anschauliches Bild machen kann. Manches dabei wird freilich wohl (unendlich viel mehr als in der alten Welt) in beständig fortschreitendem Wechsel begriffen und jetzt ganz anders sein als vor 14 Jahren. Reisebeschreibungen durch Nordamerika gehen selten so weit nach Westen und so schwebten für mich die dortigen Zustände wie in einem Nebel. So möchte ich z. B. gerne wissen, ob die cultivirten Grundbesitze dort noch sehr zerstreuet, oder schon enge an einander liegen, ob unter den Besitzern viele Deutsche, oder ob es grösstentheils nur geborne Amerikanef sind, welche letztere in ihrer treibenden Unruhe wie ich glaube gewöhnlich nicht gerne lange an einem Platze bleiben, ob unter Deinen Nachbarn manche sind, mit denen Du freundschaftliehen Verkehr unterhältst, ob von den vielen Auswürflingen der letztjährigen deutschen u. a. Revolutionen oder Aufstände sich auch welche bis in Eure Gegend verschlagen haben. Das Auswandern nach Amerika überhaupt scheint noch mit jedem Jahre zuzunehmen; auch aus Göttingen hat eine Anzahl ihren bevorstehenden Abgang im Woehenblatt angezeigt, meistens sind es so viel ich erfahren habe nichtsnutzige Subjecte.

Uber sonstige hiesige Verhaltnisse wird Dir ohne Zweifel Therese ausführlicher schreiben. Ich selbst fühle mit jedem Jahre mehr allerlei Altersbeschwerden; doch habe ich in Betracht meiner Lebensjahre eigentlich kein Recht zu besonderer Klage. Zu den traurigsten Folgen eines hohen Alters gehört, dass immer mehrere unsrer frühern Freunde einer nach dem andern abscheiden. Schon Ende 1850 starb Schumacher. Am 14 Februar 1851 ganz unerwartet Goldschmidt, der noch den Abend vorher wohl und vergnügt bei mir gewesen war. Dieser Verlust hat mir lange viele Sorge gemaeht, da mein eigner Gesundheitszustand mir wenig Theilnahme an den Beobachtungen in der Sternwarte erstattet. Ich habe jedoch für jetzt die Lücke recht gut wieder ersetzt, indem anstatt Eines Gehülfen jetzt